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Angekommen? Ja!

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Dieser Artikel ist am 07.12.2011 in der Geislinger Zeitung erschienen.

Angekommen? Ja!




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|Eine Veranstaltungreihe hat in Geislingen das Jubiläum "50 Jahre Anwerbevertrag mit der Türkei" thematisiert. Und dieses ist gut angekommen.
Rudi Ebert, der Integrationsbeauftragte der Stadt Geislingen, war sehr vorsichtig, als er vom Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" Geld für eine Geislinger Veranstaltungsreihe beantragte. "Ich rechnete mit hundert Besuchern insgesamt", sagt er schmunzelnd. Tatsächlich kamen allein 120 zum Kabarett mit Sinasi Dikmen. Weiterhin besuchten 70 die Ausstellungseröffnung "Koffer voller Hoffnungen", 150 den Film "Almanya - Willkommen in Deutschland", 50 das Konzert mit dem Ensemble FisFüz, 100 die Lesung mit Nilgün Tasman und 35 die Living Library.

"Wir haben viel positive Erfahrungen gesammelt und auch viele positive Rückmeldungen erhalten", bekräftigt Sevgi Aslanbuga, die Vorsitzende des Integrationsrates. Die Organisatoren fassen zusammen:

Das Publikum der Veranstaltungen war bunt gemischt - Alt und Jung, Männer und Frauen, Deutsche und Türken.

Die Organisationsweise, dass sich für jede Veranstaltung ein türkischer Verein verantwortlich fühlte, hat sich bewährt und soll in Zukunft weiter berücksichtigt werden.

Die Kooperationspartner - Rätsche, Stadtbücherei, Gloria-Kino-Center - zeigten echtes Interesse. Am Ende der Ausstellungseröffnung in der Stadtbücherei etwa drängte das Team um Leiter Benjamin Decker auch die letzten Besucher nicht zum Gehen und sorgte für einen schönen Rahmen für Begegnungen und Gespräche.

"Spitze" fand Ebert die Filmvorführung mit anschließender Diskussion, zumal sich der Schauspieler Ercan Karacayli, der im Film den Muhammed spielt, als sehr sympatisch herausstellte. Die Besucher hätten Fragen gestellt und miteinander diskutiert. "Wenn man eine gute Basis schafft, dann trauen sich die Leute auch zu reden", stellt Aslanbuga fest. Ebert ergänzt: "Integration geht über Kommunikation."

Zu schätzen weiß es Ebert, dass Geislingens Oberbürgermeister Wolfgang Amann die "Living Library" besucht und sich die Geschichten der "lebendigen Bücher" erzählen ließ. Auch das zeugt für ihn von Interesse, zumal die Veranstaltungsform "Living Library" in Deutschland noch nicht so bekannt ist, und die Leute noch scheu sind.

Die Veranstaltungsreihe "Angekommen?" ist also in Geislingen sehr gut angekommen und soll nach Aussage der Organisatoren wenn möglich und zumindest in abgespeckter Form in einem Jahr wiederholt werden.
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Autor des Artikels

Bettina Sommer
http://www.swp.de/goeppingen/lokales/mittleres_filstal/Angekommen-Ja;art5777,1246862

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