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Die '''Feuerwehrausbildung''' ist die spezifische Wissensgrundlage eines jeden [[Feuerwehrmann|Feuerwehrmitgliedes]] im aktiven Dienst.
Die durch die fortschreitende [[Technisierung]] zunehmenden Feuerwehraufgaben, ein immer größer werdendes [[Verkehr]]saufkommen zu Land, zu Wasser und in der Luft, die Häufung von [[Gefahr]]enpotentialen in den Produktionsstätten und Großlagern sowie eine zunehmende Anzahl von [[Naturkatastrophe]]n erfordern geeignete Geräte und moderne [[Feuerwehrfahrzeuge|Fahrzeuge]] zur raschen und zielführenden Einsatzbewältigung. Gleichzeitig werden höhere Anforderungen an Mannschaften und Führungskräfte der Feuerwehr gestellt, da die Einsatzarbeit bei [[Brand|Bränden]] gefährlicher wird und die Zahl und Vielfalt von [[Technische Hilfeleistung|technischen Einsätzen]] sowie [[Gefahrguteinsatz|Gefahrguteinsätzen]] steigt.
== Ausbildung in Deutschland ==
Die Ausbildungsinhalte sind in der [[Feuerwehrdienstvorschrift|Feuerwehrdienstvorschrift 2 (FwDV 2)]] bundeseinheitlich festgeschrieben und für [[Freiwillige Feuerwehr]]en, [[Pflichtfeuerwehr]]en, [[Werkfeuerwehr]]en und [[Berufsfeuerwehr]]en inhaltlich gleich. Für letztere können jedoch weitergehende länderspezifische Vorgaben existieren. Generell sind die Vorgaben der FwDV 2 nur als Minimalanforderungen zu betrachten. Für Werkfeuerwehren gibt es seit 2009 einen [[Duale Ausbildung|dualen]] [[Ausbildungsberuf]], den [[Werkfeuerwehrmann]].
Während die Truppausbildung meist in der Feuerwehr selbst (bzw. auf Kreisebene) durchgeführt wird, werden Weiterbildung und Spezialausbildungen in [[Landesfeuerwehrschule (Deutschland)|Landesfeuerwehrschulen]] durchgeführt, da hier auch die Infrastruktur einfacher und kostengünstiger herzustellen ist. So können Schüler auch mit Geräten arbeiten und üben, die in der eigenen Wehr nicht vorhanden sind.<ref name="FwDV2">[http://www.bbk.bund.de/cln_007/nn_402322/DE/06__Fachinformationsstelle/03__Dienstvorschriften/06__Volltext__FwDV/FwDV_202,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/FwDV%202.pdf Feuerwehr-Dienstvorschrift 2]: Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren, [[Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe]] 2003</ref>
Die ''[[Jugendfeuerwehr]]'' führt Kinder und Jugendliche an die Themenbereiche heran.
=== Lehrgänge ===
Die Ausbildung bei den Feuerwehren in Deutschland gliedert sich in drei Teile:
#die dreiteilige '''''Truppausbildung''''', die von jedem Feuerwehrmitglied zu durchlaufen ist, besteht aus [[Feuerwehreinheit#Trupp|Truppmannlehrgang]] (auch Grundausbildung genannt), der darauf aufbauenden Truppmann-2-Ausbildung sowie dem abschließenden Truppführerlehrgang.
#die '''''technische Ausbildung''''' beinhaltet zusätzliche allgemeine Ausbildungen wie z.B. die Ausbildung zum Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger (AGT) und Maschinisten oder Sonderausbildungen wie das Verhalten bei Gefahrguteinsätzen. In manchen Bundesländern sind die Lehrgänge Sprechfunker und/oder AGT in der Truppmannausbildung integriert.
#die '''''Führungsausbildung''''' bildet Führungskräfte wie [[Gruppenführer]] und [[Zugführer (Feuerwehr)]] aus oder bildet sie für besondere Einsätze (z. B.: [[Gefahrgut]]einsätze) fort. Auch die Ausbildung zum [[Ausbilder]] gehört zu den Führungslehrgängen.<ref name="FwDV2" />
Für jeden Lehrgang existieren Mindestvoraussetzungen, so kann ein Gruppenführerlehrgang nur als Truppführer besucht werden, ein Zugführerlehrgang nur, wenn man bereits Gruppenführer ist.
=== Ausbildungsorte und -weisen ===
Die Ausbildung der Feuerwehr kann in verschiedenen Formen stattfinden.
Auf Ebene der Freiwilligen Feuerwehr finden regelmäßige theoretische und praktische Übungen statt, die das Wissen des Feuerwehrmitglieds nach der Truppausbildung erhalten und erweitern soll. Mindestens 40 Stunden muss sich jeder Feuerwehrangehörige im Jahr fortbilden, je nach Ausbildungsstand erhöht sich diese Zahl.
Die Truppausbildung selbst wird im Kreis Göppingen auf [[Landkreis|Landkreisebene]] durchgeführt. Hier finden auch die Lehrgänge zum Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker und Maschinisten statt.
Die Landesfeuerwehrschulen bieten grundsätzlich alle Lehrgänge an, setzen den Schwerpunkt jedoch auf den Teil der technischen Ausbildung, die nicht oder nur wenig auf Kreisebene durchgeführt wird, sowie auf die Führungsausbildung.
Die Ausbildung findet in Form von Standortausbildung, [[Lehrgang|Lehrgängen]] sowie [[Seminar]]en statt. Dabei handelt es sich nur selten um reinen Frontalunterricht, da die Thematik zum größten Teil eine praktische Ausbildung erfordert.
== Einzelnachweise ==
<references />
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}
[[Category:Feuerwehr]]
Die durch die fortschreitende [[Technisierung]] zunehmenden Feuerwehraufgaben, ein immer größer werdendes [[Verkehr]]saufkommen zu Land, zu Wasser und in der Luft, die Häufung von [[Gefahr]]enpotentialen in den Produktionsstätten und Großlagern sowie eine zunehmende Anzahl von [[Naturkatastrophe]]n erfordern geeignete Geräte und moderne [[Feuerwehrfahrzeuge|Fahrzeuge]] zur raschen und zielführenden Einsatzbewältigung. Gleichzeitig werden höhere Anforderungen an Mannschaften und Führungskräfte der Feuerwehr gestellt, da die Einsatzarbeit bei [[Brand|Bränden]] gefährlicher wird und die Zahl und Vielfalt von [[Technische Hilfeleistung|technischen Einsätzen]] sowie [[Gefahrguteinsatz|Gefahrguteinsätzen]] steigt.
== Ausbildung in Deutschland ==
Die Ausbildungsinhalte sind in der [[Feuerwehrdienstvorschrift|Feuerwehrdienstvorschrift 2 (FwDV 2)]] bundeseinheitlich festgeschrieben und für [[Freiwillige Feuerwehr]]en, [[Pflichtfeuerwehr]]en, [[Werkfeuerwehr]]en und [[Berufsfeuerwehr]]en inhaltlich gleich. Für letztere können jedoch weitergehende länderspezifische Vorgaben existieren. Generell sind die Vorgaben der FwDV 2 nur als Minimalanforderungen zu betrachten. Für Werkfeuerwehren gibt es seit 2009 einen [[Duale Ausbildung|dualen]] [[Ausbildungsberuf]], den [[Werkfeuerwehrmann]].
Während die Truppausbildung meist in der Feuerwehr selbst (bzw. auf Kreisebene) durchgeführt wird, werden Weiterbildung und Spezialausbildungen in [[Landesfeuerwehrschule (Deutschland)|Landesfeuerwehrschulen]] durchgeführt, da hier auch die Infrastruktur einfacher und kostengünstiger herzustellen ist. So können Schüler auch mit Geräten arbeiten und üben, die in der eigenen Wehr nicht vorhanden sind.<ref name="FwDV2">[http://www.bbk.bund.de/cln_007/nn_402322/DE/06__Fachinformationsstelle/03__Dienstvorschriften/06__Volltext__FwDV/FwDV_202,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/FwDV%202.pdf Feuerwehr-Dienstvorschrift 2]: Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren, [[Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe]] 2003</ref>
Die ''[[Jugendfeuerwehr]]'' führt Kinder und Jugendliche an die Themenbereiche heran.
=== Lehrgänge ===
Die Ausbildung bei den Feuerwehren in Deutschland gliedert sich in drei Teile:
#die dreiteilige '''''Truppausbildung''''', die von jedem Feuerwehrmitglied zu durchlaufen ist, besteht aus [[Feuerwehreinheit#Trupp|Truppmannlehrgang]] (auch Grundausbildung genannt), der darauf aufbauenden Truppmann-2-Ausbildung sowie dem abschließenden Truppführerlehrgang.
#die '''''technische Ausbildung''''' beinhaltet zusätzliche allgemeine Ausbildungen wie z.B. die Ausbildung zum Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger (AGT) und Maschinisten oder Sonderausbildungen wie das Verhalten bei Gefahrguteinsätzen. In manchen Bundesländern sind die Lehrgänge Sprechfunker und/oder AGT in der Truppmannausbildung integriert.
#die '''''Führungsausbildung''''' bildet Führungskräfte wie [[Gruppenführer]] und [[Zugführer (Feuerwehr)]] aus oder bildet sie für besondere Einsätze (z. B.: [[Gefahrgut]]einsätze) fort. Auch die Ausbildung zum [[Ausbilder]] gehört zu den Führungslehrgängen.<ref name="FwDV2" />
Für jeden Lehrgang existieren Mindestvoraussetzungen, so kann ein Gruppenführerlehrgang nur als Truppführer besucht werden, ein Zugführerlehrgang nur, wenn man bereits Gruppenführer ist.
=== Ausbildungsorte und -weisen ===
Die Ausbildung der Feuerwehr kann in verschiedenen Formen stattfinden.
Auf Ebene der Freiwilligen Feuerwehr finden regelmäßige theoretische und praktische Übungen statt, die das Wissen des Feuerwehrmitglieds nach der Truppausbildung erhalten und erweitern soll. Mindestens 40 Stunden muss sich jeder Feuerwehrangehörige im Jahr fortbilden, je nach Ausbildungsstand erhöht sich diese Zahl.
Die Truppausbildung selbst wird im Kreis Göppingen auf [[Landkreis|Landkreisebene]] durchgeführt. Hier finden auch die Lehrgänge zum Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker und Maschinisten statt.
Die Landesfeuerwehrschulen bieten grundsätzlich alle Lehrgänge an, setzen den Schwerpunkt jedoch auf den Teil der technischen Ausbildung, die nicht oder nur wenig auf Kreisebene durchgeführt wird, sowie auf die Führungsausbildung.
Die Ausbildung findet in Form von Standortausbildung, [[Lehrgang|Lehrgängen]] sowie [[Seminar]]en statt. Dabei handelt es sich nur selten um reinen Frontalunterricht, da die Thematik zum größten Teil eine praktische Ausbildung erfordert.
== Einzelnachweise ==
<references />
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}
[[Category:Feuerwehr]]