Die Geislinger Musikerinitiative (MieV) erhält keinen Zuschuss der Stadt. Das beschloss der Gemeinderat im Rahmen der Etatberatungen mit großer Mehrheit. Diesen Kulturverein, der in der Seemühle, der früheren Rätschenmühle, Veranstaltungen organisiert und Bands aus der Region Auftritte ermöglicht, mit dem symbolischen Betrag von 1000 Euro pro Jahr zu unterstützen, hatte die GAL beantragt.
Der 1988 gegründete Verein war von 1998 bis 2007 nicht aktiv, stellte dazu Regina Knaupp vom städtischen Kulturbüro fest. Seit April 2007 betreibe er in der Seemühle eine Gaststätte. Die AG der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren mache eine fünfjährige kontinuierliche Kulturarbeit zur Voraussetzung für eine Landesförderung.
Wohlwollender betrachtete SPD-Fraktionschef Dr. Hansjürgen Gölz den Antrag. Isi Mutlu (GAL) gab zu bedenken, dass die MieV allein 1800 Euro Fixkosten pro Monat habe. Demgegenüber warnte FW-Fraktionschef Roland Funk vor der Bezuschussung: "Dann öffnen wir die Büchse der Pandora." Den GAL-Antrag kritisierte er als "Klientelpolitik" in finanziell schlechten Zeiten, zumal verbindliche Förderrichtlinien für Kulturvereine fehlten. CDU-Fraktionschef Holger Scheible unterstrich die Fünf-Jahre-Bewährungsfrist. Ähnlich Oberbürgermeister Wolfgang Amann. Er betonte, dass man dessen ungeachtet die Arbeit der MieV schätze. Man könne doch fehlende Vereinsförderrichtlinien nicht einem Verein anlasten, gab wiederum Thomas Reiff (SPD) zu bedenken. Nur drei Gemeinderäte plädierten für den Zuschuss an die MieV, die Mehrheit lehnte ihn ab.
Roderich Schmauz, Geislinger Zeitung
Der 1988 gegründete Verein war von 1998 bis 2007 nicht aktiv, stellte dazu Regina Knaupp vom städtischen Kulturbüro fest. Seit April 2007 betreibe er in der Seemühle eine Gaststätte. Die AG der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren mache eine fünfjährige kontinuierliche Kulturarbeit zur Voraussetzung für eine Landesförderung.
Wohlwollender betrachtete SPD-Fraktionschef Dr. Hansjürgen Gölz den Antrag. Isi Mutlu (GAL) gab zu bedenken, dass die MieV allein 1800 Euro Fixkosten pro Monat habe. Demgegenüber warnte FW-Fraktionschef Roland Funk vor der Bezuschussung: "Dann öffnen wir die Büchse der Pandora." Den GAL-Antrag kritisierte er als "Klientelpolitik" in finanziell schlechten Zeiten, zumal verbindliche Förderrichtlinien für Kulturvereine fehlten. CDU-Fraktionschef Holger Scheible unterstrich die Fünf-Jahre-Bewährungsfrist. Ähnlich Oberbürgermeister Wolfgang Amann. Er betonte, dass man dessen ungeachtet die Arbeit der MieV schätze. Man könne doch fehlende Vereinsförderrichtlinien nicht einem Verein anlasten, gab wiederum Thomas Reiff (SPD) zu bedenken. Nur drei Gemeinderäte plädierten für den Zuschuss an die MieV, die Mehrheit lehnte ihn ab.
Roderich Schmauz, Geislinger Zeitung